Heilpraktikerin
Seit über 30 Jahren begleite ich Menschen auf ihrem Weg zur Gesundheit – zunächst als Physiotherapeutin, heute als freiberufliche Osteopathin und Heilpraktikerin.
Was mich bis heute fasziniert, ist die Präzision und Intelligenz des menschlichen Körpers – und wie beständig er nach Gleichgewicht strebt. Diese innere Weisheit des Körpers ist der Ausgangspunkt jeder meiner Behandlungen.
Krankheit zu finden ist einfach. Meine Aufmerksamkeit gilt der Gesundheit – den stillen, regulierenden Kräften, die im Körper nach Gleichgewicht streben.
„Gesundheit zu finden sollte das Ziel des Osteopathen sein."A. T. Still · Begründer der Osteopathie
„Die Osteopathie ist eine manuelle diagnostische und therapeutische Vorgehensweise, um mit Dysfunktion der Gelenk- und Gewebemobilität im Allgemeinen, die im Zusammenhang mit dem Auftreten von Krankheit steht, umzugehen."
Belgische Akademie für OsteopathieOsteopathie ist keine neue Wissenschaft. Wörtlich übersetzt bedeutet Osteopathie „Das Leiden der Knochen" – „Osteo-" steht hier jedoch stellvertretend für alle Arten von Gewebe (Muskeln, Bänder, Organe, Gefäßsysteme, Nerven, Faszien, etc.), über die der Osteopath mit seiner Hand den Körper erschließt und behandelt.
Das Grundkonzept der Osteopathie wurde bereits 1874 von dem amerikanischen Arzt Dr. Andrew Taylor Still (1828–1917) entwickelt. Er suchte nach einem neuen Verständnis von Gesundheit, von Krankheit, vom menschlichen Körper und von dem, was den menschlichen Körper heilen kann. Er erkannte, dass Erkrankungen des Menschen mit Beeinträchtigungen von Strukturen (Gewebe) im Zusammenhang stehen. Still betrachtete den gesamten Körper als Einheit, erkannte die Bedeutung der lebensnotwendigen Mobilität aller Gewebe im Körper, die Fähigkeit des Körpers zur Selbstregulierung und den engen Zusammenhang von Struktur und Funktion aller Teile.
Beeinträchtigungen bedingen eine verminderte Funktionsfähigkeit der inneren Organe. Der Osteopath ist bestrebt, diese Beeinträchtigungen zu finden und sanft zu korrigieren. Die dem Menschen innewohnenden Selbstheilungskräfte können wirksam werden und zu einem neuen Gleichgewicht finden.
Die Osteopathie hat sich zunächst im englischsprachigen Raum wie Großbritannien, Australien und Neuseeland ausgebreitet. Nach dem Zweiten Weltkrieg gelangte sie in den fünfziger Jahren nach Frankreich, Belgien und in die Niederlande.
In Deutschland haben sich seit Ende der achtziger Jahre verschiedene Schulen für Osteopathie gegründet. Die Ausbildung erfolgt über 5 Jahre berufsbegleitend bzw. in einem 4-jährigen Vollzeitstudium für Abiturienten.
In Deutschland ist die Berufsbezeichnung nicht geschützt. Für die eigenständige Ausübung in Deutschland wird deshalb eine Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde (Heilpraktiker) benötigt, sofern man kein approbierter Arzt ist.
Nach einer gezielten, ausführlichen Untersuchung behandelt der Osteopath die aufgefundenen Verspannungen/Blockierungen und organischen Störungen mit gezielten manuellen Techniken, um den Körper in ein neues Gleichgewicht zu bringen.
Die Ursachen einer eingeschränkten Bewegung können unterschiedlicher Art sein. Eine Verstauchung oder Verrenkung kann zu einer bleibenden Bewegungseinschränkung führen. Aber auch geheilte Entzündungen innerer Organe, Operationsnarben oder bestimmte Lebens- oder Ernährungsgewohnheiten können die Beweglichkeit einschränken.
Die Funktionsstörungen verlagern sich, wirken sich auf andere Bereiche des Körpers aus, was den Körper viel Kraft kostet. Werden die Mobilitätsstörungen in den verschiedenen Geweben behoben, können sich damit verbundene schädliche Kompensationen und Symptome auflösen. Dem Körper steht wieder mehr Energie zur Selbstheilung zur Verfügung.
Grundsätzlich ist jedes lebendige Gewebe behandlungsfähig. Das bedeutet, dass Menschen jeden Alters und jeder Konstitution erfolgreich behandelt werden können. Der Osteopath konzentriert sich dabei nicht auf die einzelne Krankheit, sondern auf den gesamten kranken Menschen – unter Berücksichtigung seiner individuellen Einzigartigkeiten.
Hierbei zielt die Osteopathie darauf ab, durch sanfte Griffe Blockaden zu lösen, die Durchblutung zu fördern und das statische sowie dynamische Gleichgewicht im Körper wiederherzustellen.
Die Behandlungsgebühren betragen 95 € und werden nach der Gebührenordnung für Heilpraktiker berechnet.
Die Kostenübernahme durch die Krankenversicherungen ist uneinheitlich: Mittlerweile bezuschussen viele gesetzliche Krankenkassen die Osteopathie, oft mit 20–60 € pro Sitzung für ca. 3–6 Behandlungen jährlich. Voraussetzung ist meist ein ärztliches Rezept/Privatrezept. Manchmal muss der Therapeut auch eine bestimmte Qualifikation nachweisen (z.B. Mitgliedschaft in einem Berufsverband oder abgeschlossene Ausbildung/Studium).
Private Krankenversicherungen erstatten die Kosten vollständig oder anteilig, abhängig vom Tarif und wenn Heilpraktikerleistungen oder alternative Heilmethoden im Vertrag enthalten sind. Die Abrechnung erfolgt über die Gebührenordnung für Heilpraktiker (GebüH).
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